Übergewichtschirurgie

Bariatrische Chirurgie (Adipositaschirurgie)

Das Normalgewicht entspricht einem BMI (Body Mass Index) von 18,5 bis 25 kg/m2.

PatientInnen mit einem BMI ab 35 kg/mplus zusätzliche Erkrankung wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes) usw. ODER mit einem BMI ab 40kg/m2 ohne Zusatzerkrankung werden von den österreichischen Krankenkassen für die Übergewichtschirurgie freigegeben.


Es gibt 2 grundlegende Wirkungen der Übergewichtschirurgie:

Die Restriktion ist eine mechanische Einengung des Magens und verhindert die übermäßige Nahrungsaufnahme.

Die Malabsorption reduziert die Nährstoffaufnahme über den Dünndarm in den Körper.

Die Übergewichtsoperation erfolgt nahezu immer in Knopflochtechnik (Laparoskopie: 5 kleine Hautschnitte ca. 1 cm).


TCM: Mit Akupunktur lassen sich Beschwerden wie Schluckstörungen, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen und Reflux direkt nach der Operation aber auch im späteren Verlauf vermindern. Die Kräutertherapie hilft beim Aufbau der Leber und der Knochen und reguliert die veränderte Verdauung. Sie kann den Haarausfall mildern und die Haare kräftigen. Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Blutarmut / Anämie sowie Depression werden ebenso behandelt.


Omega-(Dünndarm)Schlinge

Y-Roux-(Dünndarm)Schlinge

"Neue" Magentasche

Magenschlauch

Magenbypass (Y-Roux Gastric Bypass)


Beim klassischen Magenbypass wird der Magen zu einer kleinen Tasche geformt (Restriktion) und mit dem abführenden Dünndarmschenkel  verbunden. Der zuführende Dünndarm transportiert Galle und   Verdauungssäfte. Er wird in den abführenden Schenkel  eingeleitet. 150 cm Dünndarm verdauen keine Nahrung mehr (Malabsorption).


Vorteil: Langfristige Gewichtsabnahme, Diabetes Typ 2 kann geheilt werden,  Rückoperation ist möglich, kein Sodbrennen oder saures Aufstossen (Refluxkrankheit).


Nachteil: Vitaminmangel Probleme (Leberprobleme, Knochenschwund, Haarausfall, etc.), Innerer Bruch (Einklemmen von Darm in einer Gewebe-Lücke).


Omega Loop Magenbypass (Ein-Anastomosen Bypass)


Bei dieser Sonderform des Magenbypasses wird eine Dünndarmschlinge mit der kleinen Magentasche (Restriktion) verbunden. 150 cm Dünndarm verdauen keine Nahrung mehr (Malabsorption).


Vorteil: Langfristige Gewichtsabnahme, Diabetes Typ 2 kann geheilt werden, Rückoperation ist möglich, Risiko für einen Inneren Bruch ist minimal.


Nachteil: Vitaminmangel Probleme (Leberprobleme, Knochenschwund, Haarausfall, etc.), Sodbrennen, saures Aufstoßen (Refluxkrankheit).


abgetrennter

Restmagen

Magenschlauch (Sleeve Gastrectomy)


Der Magen wird zu einem Schlauch geformt (Restriktion) und ein grosser Teil des Magens herausgenommen. Im entfernten Magen wird das „Hungerhormon“ Ghrelin gebildet.


Vorteil: Nur  der Magen wird operiert, nicht der Dünndarm, Vitaminmangel Probleme treten seltener auf als beim Magenbypass (keine Malabsorption).


Nachteil: Langfristige Magenausdehnung mit Zunahme des Gewichts bei falscher Ernährung, Sodbrennen, saures Aufstoßen (Refluxkrankheit).


Eine lebenslange Nachsorge nach Übergewichtsoperationen ist absolut unerlässlich!

Sie dient zur regelmäßigen Kontrolle der Blutwerte der Leber, des Blutzuckers (Unterzuckerung, Dumping) und der Vitamine.

Vor allem das Vitamin B12 (Vitaminspritzen) und das Vitamin D (Tabletten oder Tropfen) müssen regelmäßig kontrolliert werden und mit Medikamenten ergänzt werden.

Bei unregelmäßigen Kontrollen kann es zu lebensbedrohlichen Mangelerscheinungen und zu einer Verschlechterung der Lebensqualität kommen. 


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